Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen

 
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Geopark Porphyrland – Steinreich in Sachsen.

Der Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen" liegt südöstlich von Leipzig. Er erstreckt sich über Gebiete der Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen. Elf Städte und Gemeinden arbeiten in einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des Trägervereins Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen e.V. zusammen.

Geopark Porphyrland Karte RohstoffeBild vergrößern© Geopark Porphyrland

Junior Ranger auf dem Kleinen Berg.Bild vergrößern © Geopark Porphyrland

Die Grenzen des Geoparks entsprechen in etwa dem Gebiet der Nordwestsächsischen Vulkanitsenke, die eine Fläche von über 900 Quadratkilometer einnimmt und eines der größten mitteleuropäischen Vulkangebiete ist. Gewaltige vulkanische Ausbrüche in der Rotliegendzeit vor ca. 300 Mio. Jahren hinterließen mächtige Ablagerungen von Lava und Glutwolken, die sich heute als wertvolle Rohstoffe darstellen (Quarz- und Granitporphyre, Porphyrtuffe, Ignimbrite etc.). Während des Tertiärs, beginnend vor 65 Mio. Jahren, mit seinem feucht-warmem Klima verwitterten die vulkanischen Gesteine tiefgründig. Es entstanden die heutigen Kaolinlagerstätten. Verwitterungsbeständige Gesteinsbereiche bilden heute die Kuppen dieser hügeligen Landschaft. Während der Elster- und Saale-Kaltzeit wurden diese Vulkanite markant überformt. Die Gletscher schliffen die Berge ab und gaben ihnen eine walrückenartige Gestalt (Rundhöcker). An der Form lässt sich die Vorstoßrichtung der Eismassen während der Saalekaltzeit rekonstruieren. Zurück blieben sichtbare Gletscher-Schliffe am Gestein.
Die Zeugnisse des Rotliegend-Vulkanismus und die am Porphyr sichtbaren Spuren der Eiszeit sind als bedeutende Geotope teils von nationalem Rang, im Geopark Porphyrland zu entdecken.

Steinbaum Volkshausplatz GrimmaBild vergrößern © Gerhard Weber

Aufgrund der Lage in Nordwest- bzw. Mittelsachsen ist der Geopark zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz mit dem Auto in weniger als einer Stunde erreichbar. Er lädt zum Wandern und Radfahren, aber auch zum Wasserwandern ein. Radfahrer können sich innerhalb des Geoparks entlang der Mulde, aber auch zwischen Mulde und Elbe, Mulde und Parthe sowie entlang der Zschopau bewegen. Der ausgeschilderte Mulderadweg durchzieht das gesamte Gebiet von Süden nach Norden und führt durch zahlreiche Städte und an mehreren Geotopen vorbei. Durch den Geopark führt ein Abschnitt des Jacobspilgerweges und der neu entstandene sächsische Lutherweg, den man ebenso wie den Muldentalwanderweg per Pedes nutzen kann Wasserwandern ist auf der schnellen, lange für die Energiegewinnung angestauten Mulde wegen der vielen Wehre in Tagesabschnitten möglich und ein tiefes Naturerlebnis auf dem kaum veränderten Flusslauf, der als europäisches Vogelschutzgebiet komplett unter Schutz steht.

 

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http://www.sachsen-tourismus.de/   http://ec.europa.eu/agriculture/rurdev/index_de.htm   http://www.smul.sachsen.de/foerderung/44.htm