, ZenapaDie ersten Kinderklimaschutzkonferenzen im Geopark Porphyrland

Die ersten Kinderklimaschutzkonferenzen im Geopark Porphyrland

2018-10-11T14:38:42+00:0030.04.2018|Neuigkeiten, Zenapa|

Das Klima ändert sich, und? Was hat es auf sich, wenn wir von der Erhöhung der Erdtemperatur und vom steigenden Meeresspiegel sprechen? Was sind die Ursachen und wie kommen die Länder dieser Erde damit zurecht? Was geschieht da ganz praktisch und was ist konkret zu tun?

Die komplexen Zusammenhänge und Fragestellungen erfordern eine kindgerechte Aufbereitung der Materie. Ziel ist es, die Kinder zu informieren und zu sensibilisieren.

Innerhalb des Projektes ZENAPA, gelang das mit großer fachlicher Unterstützung durch Isabel Bätzold und Mona Dellbrügge vom IfaS und durch den Einsatz der GeoRangerin Sandy Kästner. In drei Schulen im Wurzener Land wurde das Problem thematisiert, diskutiert und nach Lösungen gesucht.

  

Erste Station: die Oberschule Lossatal am 24.04.2018 von 7.45 – 13.30 Uhr

26 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 berichteten in der Einstiegsrunde von ihrem Wissen zum Thema Klimawandel. Zu Beginn lernten die Kinder, welche Ursachen es dafür gibt und welchen Anteil wir Menschen daran tragen. Anhand von Modelldampfmaschinen und deren Wirkungsweise wurde deutlich: die Arbeitserleichterungen für den Menschen gehen mit einer Erhöhung des Kohlendioxid in der Erdatmosphäre einher. Die Auswirkung auf die Temperaturen der Erde zeigte ein Kind durch das Anziehen mehrerer Jacken, sie kam mächtig ins Schwitzen.

c) L. Simmler

Es wurden Experimente durchgeführt und zu Mittag gab es Wiener Würstchen, erwärmt durch die Energie der Sonne, in einem Solarkocher. Praktisch, anschaulich und ein gutes Beispiel für die Vermeidung von CO² ohne die Verringerung von Lebensqualität. Ebenso eine anschauliche Präsentation, was jeder selbst tun kann.

Zum Abschluss, in der OS Lossatal, informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die Anteile und Auswirkungen der Klimaveränderungen in verschiedenen Ländern. Sie diskutierten anlässlich der „Weltklimakonferenz“ über Strategien, Maßnahmen und solidarischer Hilfe. Ein beeindruckendes Rollenspiel mit sehr verantwortungsbewussten Kindern mit engagierter Lösungssuche.

Zweite Station: Grundschule Thallwitz am 25.04.2018

31 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 4 waren konzentriert bei der Sache. Neben den vorgenannten Lerneinheiten wurde ein chemisches Experiment durchgeführt. Mittels Essig, Backpulver, einer Glasflasche und einem Luftballon sahen die Kinder, was sonst nicht sichtbar ist: Wie das Gas CO² entsteht und wie „schwer“ es ist, nämlich schwerer als die umgebende Luft.  Der hier bekannte Energieverbrauch der Schule diente dazu, deutlich zu machen, wie viel CO² dabei entsteht und wie viele Bäume notwendig sind um diesen wieder umzuwandeln.

Neben den durch Sonnenenergie erwärmten Wienern war das Anschauen eines Elektroautos der Gemeinde Thallwitz die praktische Ideenbörse für die Kinder.

Dritte Station: Grundschule Bennewitz am 26.04.2018

c) L. Simmler

21 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 4 sind mit großem Eifer bei den Experimenten, Lerneinheiten und praktischen Übungen. Zusätzlich war hier die kurze Mitfahrt mit dem Elektroauto der Gemeinde Bennewitz ein Höhepunkt der Kinderklimaschutzkonferenz. Die abschließende „Weltklimakonferenz“ erfolgte unter der Teilnahme des Landrats des Landkreises Leipzig, Herrn Graichen, des Präsidenten des Geoparks, Herr Dr. Gey und dem Bürgermeister der Gemeinde Bennewitz, Herr Laqua. Eine spannende Diskussion mit praktischen Bezügen bildete den Abschluss in der Grundschule.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Schulen, die Direktorinnen und die Lehrerinnen für die Unterstützung und die Möglichkeit, zum Thema Klimaschutz in ihren Einrichtungen diese Kinderklimaschutzkonferenzen durchführen zu können.

c) L. Simmler

Allen Schülerinnen und Schülern gilt ganz herzlichen Dank für alles Mitmachen, für das große Interesse und die engagierten Diskussionen mit den positiven, praktischen Ausblicken.

Dank auch an die Herren Bürgermeister Laqua, Pöge und Weigelt, für die organisatorische, logistische und finanzielle Unterstützung. Und zuletzt großen Dank an Frau Delbrügge, Frau Bätzold und Frau Kästner, für die sehr gut aufbereiteten Unterrichtseinheiten und das Engagement in Sachen Klimaschutz.

Der Geopark möchte dieses Format weiter an den Schulen anbieten und sucht derzeit nach Unterstützung und Partnern.

Der Schwerpunkt der weiteren Projektarbeit ZENAPA ist die Durchführung von Kampagnen. Wahrscheinlich im 2. Halbjahr 2018 beginnend  mit einer Kampagne zum Austausch von Heizungspumpen mit dem Ziel der Energieeinsparung.

(Lutz Simmler, Klimamanager ZENAPA)