Wenn Sie die A14 oder A72 in der Region Leipzig regelmäßig nutzen, haben Sie die Veränderungen vielleicht bemerkt: Die braunen touristischen Werbeschilder haben Zuwachs bekommen. Anfang Februar wurde die Installation von zwei touristischen Unterrichtungstafeln – wie sie in der behördlichen Fachsprache heißen – für den Nationalen Geopark Porphyrland abgeschlossen. Sie weisen nun Gästen auf der A14 in Richtung Dresden, vor der Ausfahrt Naunhof sowie an der A72 in Richtung Hof, vor der Abfahrt Rochlitz den Weg in den Geopark Porphyrland – und lösen hoffentlich bei vielen Autofahrern Neugier und Interesse aus.
Der Prozess von der Idee bis zur Umsetzung dauerte zwei Jahre. Als besonders schwierige Aufgabe erwies sich die Motivfindung in der Abwägung zwischen wissenschaftlicher Korrektheit (Vulkanismus vor 290 Mio. Jahren) und allgemeiner Verständlichkeit – unter Wahrung aller bestehenden Vorgaben für die Autobahnbeschilderung. Ein längerer Diskussionsprozess zwischen Geologen und Touristikern sowie ein Wettbewerb mit Beteiligung regionaler Grafiker:innen führte zum finalen Entwurf von Lars Hoschkara aus Wermsdorf.
Die finanziellen Mittel zur Errichtung beider Schilder stellten der Freistaat Sachsen mit seiner Förderung aus Steuermitteln sowie alle 14 Mitgliedskommunen des Geopark-Trägervereins mit der Übernahme der Eigenmittel bereit.

Informationen zu den im Geopark nachgewiesenen vulkanischen Ausbruchformen in der Zeit des Perms – Eruptionssäulen aus Asche, hinabrasende Glutwolken, Lavaflüsse aus Spalten sowie zu Lavadomen aufgeschichtete Ausbruchmassen – vermitteln die GeoRanger auf ihren Touren. Planungen für die Visualisierung der Supervulkanereignisse sind an zwei Orten im Geopark angelaufen: in Thallwitz für die Supervulkanausstellung im Geoportal Röcknitz (Realisierung bis 2024) und für die 3D-Visualisierung in der Geo Erlebnis Werkstatt in Trebsen.

Foto: Thomas Kube

Das Projekt wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.