Genussangebote im Geopark Porphyrland

Der Nationale Geopark Porphyrland steht für mehr als „nur“ Steine. Im Verlauf der Erdgeschichte wurden die Grundlagen für den heutigen Kulturraum und eine vielfältige Nahrungsmittelproduktion gelegt. Fischerei, Ackerbau, Jagd und Obstanbau bilden die Grundlage der wohlschmeckenden regionalen Küche. Lassen Sie es sich schmecken!

Obst

Während der letzten Eiszeit entstanden in der Region fruchtbare Lössböden, auf denen Obstbäume hervorragend gedeihen. Obstplantagen, soweit das Auge schauen kann, gaben einem ganzen Landstrich seinen Namen – das Obstland. Von über 1.500 Hektar Anbaufläche werden vorwiegend Äpfel, aber auch Sauerkirschen, Birnen, Erdbeeren, Johannisbeeren, Pflaumen, Süßkirschen, Stachelbeeren und Haselnüsse geerntet. Säfte der Kelterei Sachsenobst GmbH gibt es in ihren Hofläden und sie werden in den Restaurants der Region angeboten.
Obst-, Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanzen wurden bereits in den mittelalterlichen Klostergärten kultiviert. Von den zahlreichen Klosteranlagen des Zisterzienser-Ordens in der Region Leipzig konzentrierten sich besonders einflussreiche wie das Kloster Marienthal Sornzig im heutigen Obstland. Nach der Säkularisierung dieses Klosters erwarb der Leipziger Ratsherr Dr. Ludolf Colditz das Klostergut und begründete hier die Tradition des modernen Plantagen-Obstbaus.
Mit Traditionsveranstaltungen wie Blüten- und Apfelfest, kulinarischen Programmen, Plantagenwanderungen und der Obstland-Route ist das sächsische Obstland ein besonderes touristisches Erlebnis.

Blühende Apfelplantage im Obstland, Foto: Kati Lange

Wild

Dichte Wälder wie der Wermsdorfer Forst und der Planitzwald wurden seit jeher zur Jagd genutzt und dienen bis heute als wertvolle Lieferanten für heimisches Wildfleisch. Herausragendes Beispiel für die bewusste Waldanlage für das Jagen von Wild ist der Wermsdorfer Forst, dessen schneisenartiges Wegenetz auf die Anlage für die Parforcejagd (Hetzjagd) hinweist. Die königliche Jagdresidenz Schloss Hubertusburg ist eines der größten Jagdschlösser Europas und Sachsens größtes Rokoko-Schloss.

Der Nationale Geopark Porphyrland ist außerordentlich waldreich. Besuchen Sie die Wander- und Erholungsgebiete des Geoparks Porphyrland mit ihren geologischen Anziehungspunkten.

  • Rochlitzer Berg: Nationales Geotop und Porphyrlehrpfad
  • Collmberg mit dem Erdbeben-Observatorium der Universität Leipzig
  • Hohburger Berge mit der Georoute Bergbaupfad und den Steinbrüchen am Löben- und Zinkenberg
  • Kleiner Berg Hohburg mit dem Nationalen Geotop Gletscher- und Windschliffe
  • Planitzwald mit aufgelassenen Tongruben und Steinbrüchen
  • Thümmlitzwald mit dem Thümmlitzsee und eindrucksvollen Tertiärquarziten in Form von Monolithen und Lochsteinen

Fisch

Die Teichlandschaften im heutigen Geoparkgebiet wurden ab Anfang des 16. Jahrhunderts künstlich angelegt. Heute ist die wald- und seenreiche Region teilweise Landschaftsschutzgebiet mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Die Fischzucht diente ursprünglich zur Nahrungsergänzung in den zahlreichen Rittergütern, Herrenhäusern und Klöstern mit Speisefischen, in erster Linie mit Karpfen. Der bekannteste See für die Fischzucht ist der Horstsee in Wermsdorf. Mit dem jährlichen Horstseefischen am zweiten Oktoberwochenende wird in Wermsdorf das größte sächsische Volksfest rund um den Fisch gefeiert und die Karpfensaison eröffnet.

Fischereispielplatz & Rastplatz in Müglenz (Gemeinde Lossatal)
Foto: Marco Roßberger

Regionale Produkte

Regionale Produkte stärken nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern tragen auch durch kurze Wege, Frische und Saisonalität zu einem nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen bei. Sie sind meist schmackhafter und fördern die regionale Identität und Tradition. Daher hat der Geopark Porphyrland den Genuss zu einer seiner Leitlinien deklariert.

Wir unterstützen das regionale Verbraucherportal

Logo regionales Verbraucherportal