Geopark im Überblick
Geopark im Überblick2018-10-16T22:09:14+00:00

Der Geopark im Überblick

Der Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen” liegt zwischen Leipzig, Chemnitz und Dresden. Er erstreckt sich über Gebiete der Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen. 14 Kommunen, mehrere Privatpersonen und Institutionen sowie Vereine arbeiten unter dem Dach des Trägervereins Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen e.V. zusammen.

Die Grenzen des Geoparks entsprechen in etwa dem Gebiet der Nordwestsächsischen Vulkanitsenke, die eine Fläche von über 900 Quadratkilometer einnimmt und eines der größten mitteleuropäischen Vulkangebiete ist.

Seit Dezember 2015 gehört der Geopark Porphyrland zu den 16 Nationalen GeoParks in Deutschland und strebt langfristig auch eine Aufnahme in der UNESCO als UNESCO Global Geopark an.

Derzeit entwickelt das Geopark-Management eine vielfältige Palette an buchbaren Angeboten, Events und sichtbaren Service-Dienstleistungen sowie Produkten. Auch diese Website wird momentan neu erarbeitet und schrittweise um weitere Informationen und Service ergänzt.

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf Anfrage in der Geschäftsstelle und in den Informationsmaterialien.

E-Mail: info@geopark-porphyrland.de
Telefon: 03437 707361

Alleinstellungsmerkmal

Supervulkanismus und geschichtsträchtige Wind- und Gletscherschliffe haben eine in ihrer Geologie einzigartige Landschaft erschaffen. Kultur- und Naturlandschaft, lokale Wirtschaft und regionaler Anbau sind nur einige Zeugnisse dessen, welche Bedeutung die erdgeschichtliche Entwicklung in der Region hat. Auch die Mulde hat das Gebiet des Geoparks maßgeblich beeinflusst.

Der Geopark Porphyrland fußt auf der Entdeckung zweier Calderen eines Supervulkanismus vor ca. 290 Mio. Jahren (größer noch als Yellowstone!), die vulkanische Gesteine der nordwestsächsischen Senke hervorgebracht haben. Diese bilden seit dem Neolithikum die Basis für Rohstoffnutzung und die Grundlage für Kulturlandschaftsentwicklung. Die Mulde und die Eiszeiten gaben der Landschaft sozusagen den letzten Schliff.

the story behind

Am Anfang des Geoparks stand die Idee, einen „Naturpark Muldenland“ zu etablieren. Dann jedoch entdeckte der dafür eigens gegründete Verein, dass die Region neben den Besonderheiten von Natur und Landschaft auf einem einzigartigen geologischen Erbe fußt.

Ausgehend von dem Nationalen Geotop der Wind- und Gletscherschliffe in den Hohburger Bergen, entwickelte sich ab 2005 der „Geopark Nordsachsen“ im Raum Thallwitz und Hohburg.

Dieser wurde, basierend auf den geologischen Gegebenheiten, auf die heutige Fläche zum „Geopark Porphyrland“ erweitert.

Thematische Schwerpunkte

Der Geopark Porphyrland hat sich, ausgehend von den Alleinstellungsmerkmalen, diesen thematischen Schwerpunkten verschrieben:

  • Supervulkanismus
  • Eiszeittheorie und Spuren der Eiszeiten
  • Landschaftsgenese
  • Rohstoffabbau und Nachnutzung
  • Industriekultur und Industriegeschichte
  • BNE und Umweltschutz
  • Geotourismus
  • Genuss

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter geologische Schätze.

Der Geopark Porphyrland ist Teil der transnationalen LEADER-Kooperation GEOPARKS. Plus. Im Rahmen des Kooperationsprojektes “Geoparks: Wertschöpfung aus einheimischen Rohstoffen im Team (geo.WERT)“ haben sich drei Leitlinien herausgebildet:

Selbstverständnis

Der Geopark Porphyrland trägt seinen USP bereits in seinem Namenszusatz: Steinreich in Sachsen. Denn ob die zahlreichen “Abenteuer vor der Haustür”, ob “vom Porphyr zum Porzellan”, oder ob “Supervulkane im Muldenland” – der Geopark ist steinreich an spannenden Geschichten, die die Erdgeschichte höchtselbst schrieb. Sie heute richtig aus der Landschaft herauszulesen und sorgsam damit umzugehen, das versucht der Geopark zu vermitteln.

Der Geopark versteht sich dabei als Dienstleister des Tourismus, der als Impulsgeber, Projektträger, Initiator sowie Organisator von Angeboten und als Förderer einer überregionalen Marke fungiert.
Der Geopark versteht sich dabei als Vernetzer, der Ideentransfer betreibt; der Kommunen, Unternehmen, touristische Akteure, Vereine und Verbände sowie die Bevölkerung miteinander vernetzt; der Brücken zu den Regionalmanagements baut.
Der Geopark versteht sich dabei als Identitätsstifter, der das Gespür für die Einzigartigkeit der Heimat weckt, der das Gemeinschaftsgefühl stärkt, der die Identifikation mit der Region fördert, der die Heimat neu erleben lässt, der Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung vorantreibt.

Geoportale

Geoportale sind die Besucherzentren im Geopark Porphyrland. Sie sind zugleich Ausgangspunkte für Entdeckungsreisen in die Umgebung auf speziell ausgewiesenen Georouten oder laden zu Besuchen von Ausstellungen, Geotopen und Sehenswürdigkeiten ein.

Folgende Besucherzentren hat der Geopark als Geoportale derzeit ausgewiesen:

  • Geoportal „Zeit-Wandel-Stein“ mit Geoerlebnisgarten, Herrenhaus Röcknitz (Thallwitz)
  • Geoportal Museum Steinarbeiterhaus mit Technikschau im Außengelände, Hohburg (Lossatal)
  • Geoportal Porphyrhaus mit Porphyrlehrpfad, Rochlitzer Berg (Rochlitz)
  • Geoportal Erden der Keramik, mit Skulpturengarten, Ausstellungen, Werkstätten und Tonaufbereitungsanlage, Künstlerhaus Schaddelmühle in Schaddel (Grimma)
  • Geoportal Kaolin, Schmalspurbahnhof Mügeln – Eröffnung geplant 2019

Unsere GeoErlebnis-Werkstatt befindet sich im Rittergut Trebsen.

Weitere GeoErlebnis-Orte sind in Planung. Sie möchten selbst einen neuen GeoErlebnis-Ort vorschlagen? Dann teilen Sie unserer Geschäftsstelle gerne Ihre Idee mit.

Detaillierte Informationen zu den Geoportalen erhalten Sie unter Besucherzentren.