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GeoRohstoff Porphyr2020-11-03T16:29:12+01:00

GeoRohstoff Porphyr

Das Gebiet des Geoparks Porphyrland ist geprägt von den zahlreichen Variationen vulkanischer Gesteine, die der Supervulkanimus vor etwa 290 Millionen Jahren hervorbrachte. Bei einem Vulkanausbruch können Gesteine auf unterschiedliche Art und Weise entstehen. Im Untergrund eines Vulkans befindet sich eine Magmakammer. Magma ist aufgeschmolzenes Gestein im Erdinneren. Kommt es an die Erdoberfläche, sprechen wir von Lava. Sowohl Magma als auch Lava können erkalten und die Gesteinsschmelze kann zu festem Gestein erstarren.  Explodiert ein Vulkan allerdings, kommt es zu großen Lavaflüssen, Ascheauswürfen und Glutwolken, eine Mischung aus vulkanischen Gasen und feinen Gesteinspartikeln. Letztere sinken wieder zum Boden und lagern sich dort ab. Dabei entstehen aus den vulkanischen Aschen sogenannte Tuffe und aus den Glutwolken Ignimbrite. Das Wort Ignimbrit setzt sich aus ignis (lat. Feuer) und imber (lat. Regen) zusammen und beschreibt damit sehr gut den „Feuerregen“, aus dem die Gesteine entstehen.

Unter dem Begriff Porphyr werden diese vulkanischen Gesteine in all ihren Varietäten zusammengefasst, weshalb auch unser Geopark Porphyrland heißt. Das Wort Porphyr an sich beschreibt eigentlich nur die Textur von Gesteinen, also ihr Erscheinungsbild. Porphyrisch meint dabei größere Einsprenglinge, die sich von einer feinen Grundmasse abheben. Betrachtet man die Gesteine unter chemisch-mineralogischen Gesichtpunkten, benennt man sie genauer als Rhyolithe. Mehr Informationen können Sie in unserem Geoportal Porphyrhaus auf dem Rochlitzer Berg erhalten.

Im Geopark gibt es viele verschiedene Arten an Porphyren. Im Folgenden werden nun verschiedene ausgewählte Varietäten vorgestellt:

Text: Lisa-Lou Pfeiffer

Rochlitzer Porphyr

Der Rochlitzer Porphyrtuff ist als vulkanogener, pyroklastischer Schmelztuff (Ignimbrit) vor etwa 290 Millionen Jahren entstanden. Das Gestein wurde als klassischer Werkstein bereits seit dem frühen Mittelalter für zahlreiche kirchliche und profane Bauten verwendet.

Von |25.03.2020|Schlagwörter: |Kommentare deaktiviert für Rochlitzer Porphyr

Quarzporphyr

Der Quarzporphyr vom Steinberg in Sornzig, vom Lavatyp auch als "Kemmlitzer Porphyr" bezeichnet, ist ein typisches Ergussgestein. Bereits seit dem Mittelalter wurde das harte Gestein gewonnen und beispielsweise zum Bau des Klosters Marienthal und der Klostermauer verwendet.

Von |25.03.2020|Schlagwörter: , |Kommentare deaktiviert für Quarzporphyr

Beuchaer Granitporphyr

Der Beuchaer Granitporphyr ist ein in rund einem Kilometer Tiefe erstarrter Magmakörper (Subvulkanit) aus der Rotliegendzeit (Perm). Durch seine Eigenschaften wie Härte, hohe Druckfestigkeit, Wetterbeständigkeit bei Frost und Tauwetter, Wasserundurchlässigkeit, Polierfähigkeit fand der Stein vielfältigen Einsatzes in Bau und Architektur.

Von |06.04.2020|Schlagwörter: , , |Kommentare deaktiviert für Beuchaer Granitporphyr

Die Ausstellung in der Geo Erlebnis Werkstatt stellt diese und weitere Gesteinsarten aus dem Geopark Porphyrland und aus dem Freistaat Sachsen vor.

GeoErlebnis Werkstatt im Rittergut Trebsen, Foto: K. Helbig

GeoErlebnis Werkstatt im Rittergut Trebsen, Foto: K. Helbig

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