Geotope
Geotope2019-08-05T10:09:37+02:00

Geotope

Geotope sind geologische Sehenswürdigkeiten wie Steinbrüche, besondere Gesteinsformationen, Gesteinsaufschlüsse, besondere Landschaftsformen oder Mineralquellen. Sie sind Fenster in die Erdgeschichte und in den Untergrund. Geotope tragen Spuren vom Werden und Vergehen riesiger Gebirge, vom Wechsel klimatischer Verhältnisse und vom Verlauf der Flüsse. Von den vielen Geotopen im Geopark Porphyrland zählen zwei – die Wind- und Gletscherschliffe in den Hohburger Bergen und der Porphyrtuff vom Rochlitzer Berg – sogar zu den bedeutendsten Geotopen in Deutschland.
Geotope sind in der Regel frei zugänglich. Bitte beachten Sie die markierten Betretungsverbote an den Steinbruchkanten und respektieren Sie bei dem Besuch von Geotopen die Belange des Geotop- und Naturschutzes! Geotope sind nicht nur einzigartige Zeugnisse der Erdgeschichte, sie sind auch Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten. Wenn Geotope einmal zerstört sind, sind sie unwiederbringlich verloren.

Gaudlitzberg

Im Steinbruch auf dem Gaudlitzberg wurde bis 1961 eine pyroxenarme Varietät das Hohburger Quarzporphyrs abgebaut. Heute ist dieser Steinbruch ein Klettereldorado. Alljährlich August finden dort seit 1998 das Bergfilmfestival statt.

Felswand am Haselberg

In dem ehemaligen Steinbruch am Haselberg bei Ammelshain wurde bis in die 1950er Jahre Quarzgranitporphyr gewonnen, der unter anderem auch beim Bau des Leipziger Völkerschlachtdenkmals zum Einsatz kam. Der heute mit Wasser gefüllte Steinbruch gehört zum Naturschutzgebiet „Haselberg-Straßenteich“. Er ist vor allem für Tauchsportfreunde ein beliebtes Ziel.

Windschliffe und Gletscherschrammen auf dem Kleinen Berg

Am Kleinen Berg bei Hohburg wurden Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Oberfläche des anstehenden Quarzporphyrs Ritzungen entdeckt, die man als Wirkungen von Gletschereis und staubbeladenen Winden ansah. Dieser Befund befeuerte den wissenschaftlichen Streit über eine Vergletscherung des norddeutschen Tieflandes, lange bevor diese Theorie allgemeine Anerkennung fand.

Parthequelle Gossenborn

Die (Haupt)Quelle der Parthe, der Gossenborn, befindet sich ca. fünf Kilometer östlich von Bad Lausick im Colditzer Forst. Die Parthe durfließt von der Quelle bis zur Mündung in die Weiße Elster bei Leipzig auf reichlich 58 Kilometern eine reizvolle Kulturlandschaft. Der Weg entlang der Parthe ist besonders reizvoll für Radtouristen.

Steinbruch am Collmberg

Der Collmberg ist mit reichlich 300 Millionen Jahren der ältesten Berge von Sachsen. Er besteht aus kamboordivizischer Grauwacke. Auf dem Collmberg befindet sich ein geophysikalisches Observatorium der Universität Leipzig, das insbesondere der Erdbebenbeobachtung dient.