Gaudlitzberg 

Der Blick vom Gipfel des Gaudlitzberges über das Hohburger Land, Foto: Anja Hartmann
  • Geotoptyp: Auflässiger Steinbruch
  • Gestein: Pyroxenquarzporphyr
  • Geologisches Zeitalter: Perm (Rotliegend)

Das Geotop Steinbruch auf dem Gaudlitzberg befindet sich reichlich einen Kilometer südlich von Röcknitz. Die Kuppe des 220 Meter hohen Gaudlitzberges ist von eiszeitlichem Sandlöss bedeckt. Von 1890 bis in die 1961 wurde hier eine pyroxenarme bis -freie Varietät des Hohburger Quarzporphyrs gewonnen. Der Porphyr wurde wegen seiner guten Spaltbarkeit zuerst zu Pflastersteinen, später zu Schotter verarbeitet.

Der Quarzporphyr ist feinkristallin ausgebildet. Die Grundmasse besteht vorwiegend aus Quarzen und Plagioklasen. Die im Gestein erkennbaren dunklen Minerale sind überwiegend Biotite, ganz selten auch Pyroxene. Dieser Porphyr entstand im Rahmen des Ausbruches der Wurzen-Caldera vor 289 – 287 Millionen Jahren. Magmatische Fließstrukturen sind allerdings kaum zu erkennen.

Seit 1997 wird der Steinbruch auf dem Gaudlitzberg als Kletterfelsen durch den Deutschen Alpenverein erschlossen. Zahlreiche Routen stehen an der 20 Meter hohen Felswand zur Verfügung. Vom Gipfel des Berges bietet sich ein beeindruckender Blick über das Hohburger Land. Einmal im Jahr findet am Gaudlitzberg das Highlight der Region statt: Das internationale Bergfilm-Festival. Es ist das älteste seiner Art in Deutschland; die erste Veranstaltung fand 1998 statt. Dabei wird die steile Felswand zur Filmleinwand. Die Kombination aus besonderen Kletterangeboten am Tag und der Vorführung herausragender internationaler Kletterfilme in der Nacht bietet zahlreichen Besuchern ein unvergessliches Wochenende.

Der Steinbruch auf dem Gaudlitzberg kann mit dem Rad entlang des Geologischen Entdeckerpfads erkundet werden. Diese  35 Kilometer lange Radroute führt an weiteren Geotopen vorbei. Im Geoportal im Herrenhaus Röcknitz bietet sich dem Besucher eine exklusive Ausstellung zur Geologie der Region. Kinder können sich auf dem Vulkanspielplatz “Fred Porphyrstein” austoben.

Die durch den Staatsbetrieb Sachsenforst empfohlene Zugangsroute zum Geotop Gaudlitzberg finden Sie hier.

Bitte beachten Sie bei der Nutzung dieser Zugangsroute folgende Hinweise:

  1. Der Weg ist weder ausgeschildert, noch in besonderer Weise gesichert.
  2. Das Betreten des Waldes und des Geländes im ehemaligen Steinbruch erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Bitte achten Sie auf waldtypische Gefahren sowie auf typische Gefahren, mit denen im steilen und felsigen Gelände zu rechnen ist.
  3. Nutzen Sie ausschließlich die empfohlene Zugangsroute des Staatsbetriebs Sachsenforst über die Grundflächen, die sich im Eigentum des Freistaates Sachsen befinden.
  4. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Aufstieg auf die Steilwand der klettersportlichen Nutzung durch den Deutschen Alpenverein vorbehalten.

Lage
04808 Thallwitz, Ortsteil Röcknitz

Koordinaten
N 51° 26′ 9.2; E 12° 47′ 31.3 (WGS 84)
4555181; 5700432 (Gauß-Krüger)
346532; 5700608 (UTM 33)

Kontakt
Gemeindeverwaltung Thallwitz
Dorfplatz 5,
04808 Thallwitz
Tel. 03425 999910
Internet: www.gemeinde-thallwitz.de

 

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Geologischer Entdeckerpfad

Detailaufnahme des Quarzporphyrs vom Gaudlitzberg, Foto: Anja Hartmann

Detailaufnahme des Quarzporphyrs vom Gaudlitzberg, Foto: Anja Hartmann

Gaudlitzberg, Foto: Gerald Krug

Klettern im Steinbruch Gaudlitzberg, Foto: Gerald Krug

Kletterer am Gaudlitzberg, Foto: Gerald Krug

An der Gaudlitzberg-Wand, Foto: Gerald Krug