GeoWissen
GeoWissen2018-12-06T09:21:20+00:00

Zeitreise durch 300 Millionen Jahre Erdgeschichte

Reisen Sie mit dem Geopark Porphyrland durch 300 Millionen Jahre Erdgeschichte.
Die Spuren der Vergangenheit lesen, die Auswirkungen auf die Gegenwart verstehen und die Zukunft nachhaltig gestalten, das verstehen wir als unsere Aufgabe. Dieses Wissen weiterzugeben, ist unser wichtigsten Anliegen.
Darum erwarten Sie an dieser Stelle geologische Hintergrundinformationen, Literaturhinweise, Tipps für Studierende und Angebote für Schulen. Zum Beispiel arbeiten wir mit Umweltbildungsstationen zusammen und möchten außerschulische Lernorte etablieren. Um das Geopark-Wissen bestmöglich weitergeben zu können, haben wir zertifizierte GeoRanger ausgebildet.

Geotope

„Beim Geotop handelt es sich – in Analogie zum Biotop – um einen Ort (griech: topos), an dem jedoch nicht die belebte Natur (griech: bios), sondern Entwicklung, Aufbau und Eigenschaften der Erde (griech: gä) besondere Bedeutung haben“ (Ad-hoc-Arbeitsgruppe Geotopschutz: Arbeitsanleitung Geotopschutz in Deutschland, 2017).

Geotope geben als Fenster der Erdgeschichte den Blick frei auf die Entwicklung der Erde und des Lebens. Geotope können Aufschlüsse von Gesteinen und Böden sein, die natürlich, durch den Menschen oder auch durch den Bergbau freigelegt wurden. Auch natürliche Landschaftsformen wie Dünen und Vulkankegel, Moränen und Gletscherschliffe können als Geotope eingestuft werden. Zu den weiteren Geotoptypen gehören Quellen, Höhlen sowie geohistorische und Bergbauobjekte. Ob eine Naturform als Geotop erfasst und bewertet wird, ist Aufgabe der Geologischen Landesämter.

Im Geopark Porphyrland ist eine spannende Bandbreite an diesen Fenstern der Erdgeschichte zu entdecken. Angefangen bei den Porphyr-Aufschlüssen, die von einer hohen vulkanischen Aktivität im Rotliegend des Perm vor etwa 300 Millionen Jahren erzählen, über, die zur Keramikherstellung genutzten, Kaolinvorkommen, die einen Einblick in die feucht-warmen Klimabedingungen im Tertiär vor etwa 65 bis vor 2 Millionen Jahren geben. Auch die Wind- und Gletscherschliffe sind Spuren der Vereisungen vor etwa 400.000 Jahren. Seit mehr als 350.000 Jahren prägt die Mulde die Landschaft im Geoparkgebiet und gibt gut sichtbare Einblicke in die Vergangenheit. Heute spielt auch der Mensch eine große Rolle bei der Landschaftsprägung und hinterlässt seine Spuren.

Zwei bedeutsamen Geotopen im Geopark Porphyrland wurde das Prädikat „Nationales Geotop“ von der Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e. V. verliehen. Neben dem Rochlitzer Porphyrtuff zählen auch die eiszeitlichen Gletscherschliffe in den Hohburger Bergen als außergewöhnliche Schätze der Erdgeschichte.

Im Geopark Porphyrland kann Erdgeschichte in unseren Geoportalen, bei Veranstaltungen sowie auf Wander- und Radrouten erlebt werden.

Hinweis:

Der Geopark Porphyrland stellt Ihnen hier Informationen und Wissenswertes zu den Geotopen im Geoparkgebiet zusammen, die Begehbarkeit und den Zustand können wir leider nicht garantieren und bitten Sie, auf etwaige lokale Hinweise und Gegebenheiten zu achten.