Beuchaer Granitporphyr

Beuchaer Granitporphyr, Foto: Frank Schmidt

Der Beuchaer Granitporphyr ist ein in rund einem Kilometer Tiefe erstarrter Magmakörper (Subvulkanit) aus der Rotliegendzeit (Perm). Kristalline Einsprenglinge geben dem Gestein sein charakteristisches Bild. Die Gemengeteile sind Quarz, Orthoklas, Plagioklas, Pyroxen, Chlorit, Biotit und Erzminerale.
Durch seine Eigenschaften wie Härte, hohe Druckfestigkeit, Wetterbeständigkeit bei Frost und Tauwetter, Wasserundurchlässigkeit, Polierfähigkeit fand der Stein vielfältigen Einsatzes in Bau und Architektur. So wurde der Granitporphyr aus Beucha in Leipzig beim Bau des Hauptbahnhofes, der Deutschen Bücherei (heute Deutsche Nationalbibliothek), des damaligen Reichsgerichtes (heute Bundesverwaltungsgericht) und bei der Restaurierung des Alten Rathauses verlegt. Das berühmte Völkerschlachtdenkmal wurde in seinen sichtbaren Teilen komplett aus Beuchaer Granitporphyr errichtet.

Auszug aus: Geopark-Broschüre “Schätze aus Vulkanen” (2020): Habel, Rainer, ehemaliger Betriebsleiter Beucha und Brigitte Süptitz, Heimatverein Beucha

 

Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, Foto: LTM, Andreas Schmidt)

Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, Foto: LTM, Andreas Schmidt

Beuchaer Granitporphyr

Entstehungszeit
Rotliegend (Perm), ca. 260 Mio Jahre

Gemengeteile
Quarz, Orthoklas, Plagioklas, Pyroxen, Chlorit, Biotit,Erzminerale

Abbaugebiete
Beucha

Verwendung
Völkerschlachtdenkmal, Leipziger Hauptbahnhof, Deutsche Nationalbibliothek,  Bundeserverwaltungsgericht

7-Brüche-Wanderweg

Beuchaer Granitporphyr, Foto: Frank Schmidt

Beuchaer Granitporphyr, Foto: Frank Schmidt

Beuchaer Granitporphyr, Anschliff, Foto: Frank Schmidt

Bergkirche Beucha, Foto: Frank Schmidt

Nationales Geotop Kirchbruch Beucha mit Bergkirche, Foto: Frank Schmidt